MoodTagging-Teaser

Meinung bilden & Stimmung abgeben!

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MOOD-TAGGING AUF BILD.DE

Eines gleich Vorweg: Die Idee des Mood-Taggings ist natürlich nicht neu! BuzzFeed z.B. nutzt die Rubrizierung der Inhalte nach der Gemütslage seiner Leser schon länger. Und wenn man die Sicht über den Nachrichtentellerrand hinaus zulässt, sind einem vielleicht schon vor längerer Zeit auf Mood-Management basierende Lösungen zur Filterung von Inhalten aufgefallen.

Ich erinnere mich z.B. immer wieder gern an musicovery.com die es ermöglichten, eine Playlist anhand der angegebenen Stimmung zu generieren. Mittlerweile hat sich das Interface stark geändert und den Dienst gibt es natürlich auch als App. Der Grundgedanke Musik stimmungsbasierend zu hören und nicht zwingend nach Genre oder Rankings zu sortieren ist nach wie vor spannend.

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Auch auf BILD.de werden seit neuestem die Reaktionen der Leser unter jedem Artikel abgefragt und bieten so eine weitere Interaktionsmöglichkeit neben den Sharing-Funktionen und den Kommentaren zum Artikel. Zur Option stehen aktuell die Stimmungen LACHEN, WEINEN, WUT, STAUNEN & WOW. Die unterschiedliche Farbgebung der Buttons ergab sich aus einer Umfrage die Farben in Assoziation mit Gemütslagen untersuchte.

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Sobald der User seine Stimmung abgegeben hat, erhält er Vorschläge für Artikel die oft mit derselben Stimmung bewertet wurden…

 

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… oder gelangt auf die Sammelseite der jeweiligen Stimmung. Hierbei ergibt sich die Reihenfolge der Artikel natürlich aus der Zahl der Stimmabgaben. Nicht die Redakteure sondern der Leser entscheidet was Ihn bewegt.

 

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Der Ansatz, Inhalte nicht mehr nur nach Ressorts zu kategorisieren und diese je nach Aktualität oder Nachrichtenlage anzubieten, sondern die erzeugte Stimmung des Contents als Einordnung zu verwenden, ist spannend, mutig, ehrlich und zeitgemäß zugleich! Zum Einen ergeben sich durch die Interaktionen völlig neue Sichtweisen für die Redaktion auf deren Inhalte. Das direkte Feedback auf einen Artikel ist anonym (es bedarf keiner Anmeldung) und somit als ehrlich zu bewerten. Natürlich gibt es hierbei auch immer einen gewissen Prozentsatz an Stimmabgaben die das Ergebnis verfälschen könnten oder einfach nur  dem Thema gegenüber unpassend sind. BILD.de hat sich aber bewusst dafür entschieden diese zuzulassen und keine Monetarisierung zwischenzuschalten.

Das Prinzip des Mood-Taggings und die Ausspielung der Inhalte wird im Zuge der agilen Produktentwicklung zukünftig noch weiter optimiert. Das bedeutet eine verbesserte Auswertung der Zahlen und Ausspielung der Inhalte und somit ein noch stärker auf den User ausgerichtetes Lese-Erlebnis.

 

 

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