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May i tell you a Story?

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In den letzten beiden Tagen, habe ich am ADC Young Masters Seminar EDITORIAL & STORYTELLING teilgenommen. Erstmal ein großes und wirklich ernst gemeintes Dankeschön an die Veranstalter und vor allem auch an die Redner des Seminars. Jeder Vortrag wurde anschliessend mit einer kreativen Aufgabe für die Teilnehmer abgerundet. Dazu gab es musikalische Untermalung durch den jeweiligen Sprecher.

Jeder einzelne Redner hatte seine ganz eigene Note und Sicht auf die Dinge, was die 2 Tage zu einem sehr interessanten, inspirierenden  und abwechslungsreichen Erlebnis machte. Besonders gut gefiel mir Axel Völckers Vorstellung von „Der Wedding“. Der Ansatz, Geschichten im eigenen kleinen Umfeld zu suchen ist so einfach wie genial. Denn das Leben schreibt ja bekanntlich die besten Geschichten und schafft sofort eine Identifikation des Lesers mit dem Medium. Auch Dirk Linkes Vortrag war für mich ein Highlight. Die Überführung des BMW-Magazins in eine iPad-App erinnerte mich sehr stark an die damalige Entwicklung der BILD-HD-App. Ich kann mich noch gut an die Ansätze erinnern, wie wir Geschichten auf diesem völlig neuen Device erzählen wollten. Das Dirk Linke und sein Team damals ganz ähnliche Gedanken und Ideen hatten und zu fast gleichen Ergebnissen kamen, spiegelt die damalige Spielfreude mit dem neuen Medium wieder.

Nun komme ich aus dem Onlinebereich und war natürlich besonders auf viele Ansätze der  Zusammenarbeit von Print & Online gespannt. Wie können Geschichten aus dem klassischen Print in die Onlinewelt überführt werden? Was sind die Trends und Möglichkeiten beim digitalen Storytlling? So gut mir die einzelnen Projekte gefallen haben, hätte ich mir dennoch einen verstärkten Fokus auf genau diese Fragen gewünscht. Gerade beim Zusammenspiel der unterschiedlichen Medien sehe ich großes Potenzial für starkes Storytlling. Auch wenn natürlich Geschichten im Print anders umgesetzt werden müssen als es Online der Fall ist, muss doch die Möglichkeit bestehen eine Sprache über verschiedene Kanäle zu sprechen. Die immernoch stark spürbare Trennung ist für mich nicht immer nachvollziehbar.

Es gibt viele Beispiele wie Storytelling sowohl im Print als auch Online funktioniert. Beispielsweise wird bei BILD gern mit Comic-Anmutungen gearbeitet. Das perfekte Onlinependant wäre hier z.B. das Scroll-Book Soul Reaper. Auch wenn Parallax Scrolling in letzter Zeit etwas inflationär genutzt wird, ist es hier die perfekte Form der Umsetzung. Besonders einfach wie genial ist die Couchmodus-Funktion. Der User kann selbst entscheiden ob er aktiv wird oder sich die Geschichte einfach erzählen lässt. Eine andere Möglichkeit wäre, sich die Geschichte auch noch vorlesen zu lassen. Dies nur mal als Beispiel dafür, was mit wenigen Mitteln eine optimale Überführung in ein anderes Medium sein kann.

Dennoch eine sehr zu empfehlende Veranstaltung. Vielen Dank!

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